Was ist Hypnose?

Hypnose ist ein ganz natürlicher Zustand, in dem sich die Konzentration nach Innen anstatt nach Außen richtet. Dieser Zustand wird auch Trance genannt.

Die Heilverfahren mit Hypnose haben bereits eine lange Tradition. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Hypnose die Hirnfunktionen verändern kann und bei nahezu allen psychischen und psychosomatischen Problemen von großem therapeutischem Nutzen ist. Zudem wird sie sehr erfolgreich im Coaching, für die persönliche Weiterentwicklung, für Lebensveränderungsprozesse oder auch im Hochleistungssport angewendet.

 

 

Warum eigentlich Hypnose?

Mit Hilfe der Hypnose erhalten wir Zugang zum Tor unseres Unterbewusstseins, und die Macht unseres Unterbewusstseins ist gewaltig. Neurowissenschaftler konnten nachweisen, dass unglaubliche 90% unseres Gehirns unbewusst arbeiten. Lediglich ca. 10% unterliegen somit unserer bewussten und willentlichen Kontrolle. Daher müssen wir, wenn wir echte und nachhaltige Veränderungen bewirken wollen, mit unserem Unterbewusstsein zusammenarbeiten.

Zu Beginn hat das menschliche Gehirn nur eine genetische Grundprogrammierung. Es ist offen für alle nur erdenklichen Lebensweisen und Persönlichkeitsstrukturen. Bereits als Baby verarbeiten wir sämtliche Umwelteindrücke, sowohl positive als auch negative. Alles wird abgespeichert, insbesondere Erfahrungen, die mit starken Emotionen verbunden sind. Durch Wiederholungen bilden sich dann Gedanken-und Verhaltenspfade, die im Myelin, einer protein- und fetthaltigen Schutzschicht, quasi einzementiert werden, um schneller ablaufen zu können. Aus diesen Pfaden entstehen dann Muster. Das Gehirn strukturiert sich somit auf ganz individuelle Weise. So formt sich nach und nach eine feste Persönlichkeit mit ganz eigenen Vorlieben, Abneigungen, Verhaltensweisen und Gewohnheiten. Das alles wird in den tieferen, also unbewussten Teilen unseres Gehirns abgelegt. Wir können nicht bewusst steuern, wen wir mögen, in wen wir uns verlieben, was uns Angst macht oder wann und warum wir wütend werden. Auch unser Immunsystem, die Regulation unserer Körpertemperatur, unsere Atmung und unser Herzschlag werden unbewusst gesteuert.

Die Hauptaufgabe unseres Unterbewusstseins ist es, unser Leben zu vereinfachen und zu schützen. Es folgt evolutionsbedingten Programmen und eben diesen in unserem Gehirn angelegten und geübten Gedanken und Verhaltenspfaden, die zum Großteil automatisiert wurden. Es kann daher nicht unterscheiden, was uns tatsächlich dient und was uns eventuell einschränken und belasten könnte. Reines Verständnis, Logik und Willenskraft reichen alleine nicht aus, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken. Wenn wir also etwas verändern möchten, egal in welchem Bereich, dann müssen wir mit unserem Unterbewusstsein kommunizieren.

 

Wie ist Veränderung mit Hilfe von Hypnose möglich?

Wie genau kommen wir jetzt an diese tiefsitzenden Muster, Prägungen und Pfade heran, die sich unserer bewussten Kontrolle entziehen, und wie können wir dort auch noch echte Veränderungsarbeit, entgegen unserer Sicherheits- und Energiesparprogramme, leisten?

Die erste gute Nachricht vorweg: Unser Gehirn ist zum Glück ein Leben lang veränderbar. Es gibt keine Ausreden mehr. Die zweite gute Nachricht: Durch Hypnose können wir unterfrequente Hirnwellen erzeugen und haben direkten Zugang zu unserem Unterbewusstsein. Wir können daher genau da ansetzen, wo bereits in unserer Kindheit Glaubenssätze sowie Denk- und Verhaltensmuster angelegt wurden. Wir können mit verschiedenen Techniken neue Gehirn- und Verhaltenspfade anlegen und alte überschreiben. Wir können lernen, unsere Aufmerksamkeit bewusst zu steuern und für uns vorteilhafte Gewohnheiten zu erschaffen.

Das Unterbewusstsein ist nicht rational und kennt keine Logik. Seine Sprache sind Bilder und Emotionen. Für das Unterbewusstsein spielt es keine Rolle, ob eine Erfahrung wirklich erlebt oder nur gedanklich durchgespielt wird. Wir wissen zwar, oder glauben zumindest zu wissen, was real ist, aber aus diesem Grund können wir auch in einer Geschichte oder einem Film starke Emotionen verspüren. Vielleicht ist es dir auch schon einmal passiert, dass du wegen etwas wütend warst und sich im Nachhinein alles als großes Missverständnis herausgestellt hat. Vielleicht hattest du auch einmal in einer Situation große Angst und hast hinterher festgestellt, dass es dafür eigentlich gar keinen Grund gab. Die Gründe für die Wut bzw. Angst waren nicht real, sie haben nur in deiner Vorstellung existiert. Die Wut oder Angst selbst war jedoch tatsächlich real. Diese Phänomene können wir für uns nutzen um neue Referenzerfahrungen zu erschaffen.

Durch gezielte Fokussierung, dem Durchspielen von Handlungsoptionen im Trancezustand, durch Incantations (Affirmationen in Verbindung mit Gefühlen), dem Aufbauen konstruktiver Glaubenssätze, dem Anlegen neuer Pfade und Erschaffen neuer Gewohnheiten, können wir unsere Muster tatsächlich bewusst selbst prägen und unerwünschte Gedanken, Verhaltensweisen und Reaktionen durch konstruktive ersetzen. Wir können auch belastende Erlebnisse und die damit verbundenen Gefühle und Muster überschreiben. Wir können uns innerlich neu ausrichten, neue Erfahrungen schaffen, unsere Einstellung und unsere Gehirnstruktur und somit unser gesamtes Leben verändern. Wir können uns und unser Leben tatsächlich selbst gestalten.

 

Bin ich überhaupt hypnotisierbar?

Meiner Erfahrung nach ist fast jeder Mensch hypnotisierbar, solange keine Konzentrationsstörung, neurologische Beeinträchtigung oder ein anderer Grund vorliegt, bei dem von einer Hypnose abzuraten ist. Die Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie schätzt, dass 10 % der Menschen nicht hypnotisierbar sind. Bei der Hypnose ist es ansonsten wie mit allen anderen Dingen im Leben, wir können die entsprechenden Techniken lernen und durch Übung vertiefen. Auch hier gilt, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Natürlich gibt es Menschen, die schneller und tiefer in Hypnose gehen und manche, die etwas mehr Zeit brauchen. Manche Menschen glauben, dass Hypnose bei ihnen nicht funktioniert, weil sie zu willensstark seien. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Fähigkeit schnell und tief in eine Trance zu kommen ein besonderes Talent ist. Dieses ist gerade bei willensstarken, kreativen und intelligenten Menschen mit einem guten Vorstellungsvermögen besonders stark ausgeprägt. Sie schaffen es zumeist schneller in Hypnose zu gehen, besitzen den Mut und die Offenheit, sich auf den gesamten Prozess einzulassen und geben nicht auf, bis sie ihre Ziele, zum Beispiel ihre erwünschte Hypnosetiefe erreichen können.

Hypnose beruht, insbesondere im Bereich von Coaching und Therapie, niemals auf einem Willenskampf. Im Prinzip ist jede Hypnose eine Selbsthypnose und der Hypnotiseur ist dabei dein persönlicher Coach, der dich anleitet. Während einer geführten Hypnose in tiefe Trance zu gehen und diese zu halten ist für die meisten zunächst um einiges leichter, als sich selbst in Hypnose zu versetzen. Ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis ist daher Voraussetzung. Der Hypnotiseur hilft dir, schneller in die Hypnose zu kommen, den Unterschied zwischen Entspannung und Hypnose zu spüren, die Trance aufrecht zu erhalten und zu vertiefen. Da Hypnose ein natürlicher Zustand ist, funktioniert das bei guter Teamarbeit in der Regel sehr schnell.

Du warst heute übrigens bereits in Hypnose ;-).

Der Zustand kurz vor dem Aufwachen oder der Moment, in dem man in die Schlafphase übertritt, ist physiologisch identisch mit Hypnose. Sämtliche Zustände in denen man hochkonzentriert ist, vollkommen in einer Aufgabe aufgeht, oder sich so richtig in ein Buch oder einen Film vertieft, zählen dazu. Auch Zustände, in denen man abschalten kann und das Zeitgefühl verliert, wie zum Beispiel beim Joggen, Musik hören oder bei langen Zug- oder Autofahrten. Das alles sind hypnotische Zustände. Alleine die Trancetiefe und Dauer variieren dabei stark. Hoch suggestible Menschen können bereits innerhalb weniger Sekunden in eine tiefe Trance gehen und diese steuern. Mit entsprechender Anleitung und Übung kann das jeder lernen.

 

Ist Hypnose nachweisbar?

Die Wirksamkeit von Hypnose wurde bereits in über 200 empirischen Studien medizinisch nachgewiesen.

Bei über 10.000 Patienten mit Ängsten, Traumatisierungen, Verhaltensstörungen (z.B. Rauchen, Essstörungen), traumatischen Belastungsstörungen, psychosomatischen Krankheitsbildern (z.B. Reizdarm) wurde die erfolgreiche Behandlung mit Hypnose empirisch belegt. Hypnose ist auch nachweisbar dafür geeignet, andere Therapieverfahren (z.B. Verhaltenstherapie) in ihrer Wirkung zu verstärken. Die Effekte der Hypnose auf das Immunsystem und die Förderung von Heilungsprozessen sind ebenfalls belegt.

Seit dem 27.03.2006 wurde Hypnosetherapie vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie, bestehend aus Bundespsychotherapeutenkammer und Bundesärztekammer, als psychotherapeutisches Verfahren im Sinne des §11 des deutschen Psychotherapeuten-Gesetzes wissenschaftlich anerkannt.

Dies entspricht dem Ritterschlag in der Wissenschaft. Hypnose ist medizinisch, wissenschaftlich nachweisbar und wurde durch sorgfältig dokumentierte und überwachte Studien belegt. Zudem liegen Aufzeichnungen der Hirnwellen und Messungen über die Veränderungen im Gehirn durch Hypnose, mit Hilfe von zum Beispiel Kernspinresonanztomographie (MRT und fMRT) und der Elektroenzephalographie (EEG) vor. Mithilfe dieser Verfahren konnte nachgewiesen werden, dass Hypnose die Hirnaktivität verändert und sich der Zustand in hypnotischer Trance deutlich von Wach- und Schlafzustand unterscheidet.

Wenn du mehr zu diesem Thema nachlesen möchtest, möchte ich dir die folgenden Links der Milton Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose (MEG) empfehlen, die zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Hypnose (DGH) 2003 beim wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie der Bundesregierung einen Antrag zur Anerkennung der Hypnotherapie eingereicht hat, der von der Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dirk Revenstorf an der Universität Tübingen erstellt wurde.

Wissenschaftliche Anerkennung der Hypnose und Indikationen für Hypnose

Verliere ich während der Hypnose die Kontrolle oder werde ich bewusstlos?

Nein, ganz im Gegenteil, Hypnose ist vielmehr ein Zustand erhöhter Konzentration. Du gewinnst sogar noch an Kontrolle, denn in Hypnose hast du direkten Zugang zu den Ressourcen deines Unterbewusstseins. Du hast jederzeit Kontrolle über dein Denken und Handeln. Es sieht bei manchen Hypnoseshows so aus, als würden die Teilnehmer schlafen. Das liegt allerdings nur an dem entspannten Zustand, der häufig für die Induktion genutzt wird. Tatsächlich wirst du innerlich hellwach sein und alles bewusst miterleben. Im Kontext von Coaching und Therapie ist es erwünscht, dass Bewusstsein und Unterbewusstsein zusammenarbeiten, daher wollen wir bewusste Anteile in den Prozess integrieren. Du kannst also jederzeit sprechen und selbstbestimmt eingreifen.

 

Kann ich in Hypnose manipuliert werden?

Hypnose ist ein machtvolles Werkzeug und kann wie jedes Werkzeug in den falschen Händen Schaden anrichten. Daher ist es sehr wichtig zu prüfen, wer Hypnose anbietet und wie diese angewendet wird. In einem Hypnosecoaching/einer Hypnosetherapie geht es im Gegensatz zu einer Showhypnose nicht darum, dich zu manipulieren, damit andere etwas davon haben. Vielmehr soll die Hypnose dir helfen, deine Ziele zu erreichen. Das ist nur möglich, wenn du motiviert bist, wirklich eine Veränderung herbeiführen möchtest und Eigenverantwortung übernehmen kannst. Hypnose ist immer Teamarbeit. Deshalb werden deine Ziele und Wünsche vor einer Hypnosebehandlung ganz genau besprochen und vereinbart. Dann kann der Hypnotiseur deinem Unterbewusstsein Vorschläge, auch Suggestionen genannt, machen und du entscheidest selbst ob du diese annehmen möchtest. Das Unterbewusstsein gleicht diese Suggestionen mit deiner Motivation, deinen Zielen, deinen Moral- und Wertvorstellungen ab und prüft, ob das passend und stimmig für dich ist. Falls du dich dennoch fragst, wie es möglich sein kann, dass Teilnehmer einer Hypnoseshow scheinbar alles mitmachen, kann ich das kurz erklären. Hier liegt eine ganz andere Herangehensweise, Absicht und Ausgangsbasis vor. Die Probanden, die sich für eine Showhypnose zur Verfügung stellen, wissen worauf sie sich in ungefähr einlassen. Ihnen ist klar, dass auf der Bühne ein paar „Späßchen“ gemacht werden. Sie treffen diese Entscheidung ganz bewusst und möchten gerne im Mittelpunkt stehen. Wenn du eine Hypnoseshow siehst, kannst du selbst als Laie beobachten, wie der Hypnotiseur oft das gesamte Publikum oder ein paar mögliche Probanden vorab auf ihre Bereitschaft, Motivation und Suggestibilität testet. Er nimmt dann auch meist mehrere in die engere Wahl und sogar mit auf die Bühne. Ein guter Showhypnotiseur merkt schnell, mit wem er welche Späße machen kann und wo die Grenzen sind, daher hängen manche Probanden auch nur halb „schlafend“ auf ihren Stühlen. Ihr Unterbewusstsein meint, Hypnose fühlt sich zwar wunderbar an, aber bei dem Rest mache ich nicht mit. Der Hypnotiseur hat in diesem Fall keine Chance, er kann niemanden zwingen, etwas zu tun, selbst wenn derjenige sich bereits in tiefer Hypnose befindet, und belässt es daher dabei.

Kann es passieren, dass ich aus einer Trance nicht mehr aufwache?

Nein, das kann nicht passieren. Eine Trance bedarf der erhöhten Konzentration nach Innen. Wenn eine Trance nicht mehr geführt wird und du entscheidest, sie auch selbst nicht willentlich weiterzuführen, wirst du sie einfach beenden oder der Trancezustand würde bei tiefer Entspannung einfach in Schlaf übergehen. Du würdest spätestens dann aufwachen, wenn du ausgeschlafen hast.

 

Wie lange wirken Suggestionen und können alten Muster zurückkehren?

Hypnotische Suggestionen können auch ohne Auffrischung ein Leben lang in ihrer Wirkung bestehen bleiben. In manchen Fällen ist es sinnvoll, sie durch Wiederholung zu verfestigen. Sind für gewisse Denk- und Verhaltensmuster einmal die entsprechenden Pfade angelegt, können sie nicht mehr vollständig aus dem Gehirn „gelöscht“ werden, daher ist es rein theoretisch natürlich möglich, wieder in alte Muster zu verfallen. Diese Muster können jedoch gerade mit Hilfe der Hypnose besonders gut unterbrochen und überschrieben werden. Sobald neue Bahnen angelegt und intensiv verfestigt wurden, ist es im Prinzip genauso schwer, dieses neue Muster zu brechen, wie das alte zuvor.

 

Kann ich mich nach einer Hypnose-Sitzung an alles erinnern?

Ja. In der therapeutischen Arbeit ist es sogar wichtig, dass sich der Klient an alles erinnern kann. Bei einer tiefen Trance könnte es zwar zu kurzzeitigen Amnesien kommen, d. h. man erinnert sich nicht oder nur lückenhaft an das Gesagte, aber diese Trancetiefe wäre für die therapeutische Arbeit und üblicherweise auch für das Coaching kontraproduktiv und wird daher nicht induziert.

 

Wie läuft eine Hypnosesitzung ab?

Im Vorgespräch wird zunächst die Thematik genau abgeklärt und die zu erreichenden Ziele werden festgelegt. Hierbei gibt es selbstverständlich die Möglichkeit, alle noch offenen Fragen zu besprechen.

Ganz nach Wunsch kannst du sitzen oder liegen. Die Einleitung in Hypnose erfolgt mit Hilfe angenehmer körperlicher Entspannung und geistiger Fokussierung. Eine Trance setzt ein, die dann immer weiter vertieft wird. Den Trancezustand kann man sich modellhaft als einen Rahmen vorstellen, in dem die eigentliche Veränderungsarbeit durch analytische, hypnosystemische Interventionen, Suggestionen, blockadelösende energetische Verfahren und moderne therapeutische Techniken erfolgt.

Am Ende der Hypnose führt der Hypnotiseur den Klienten wieder ins volle Wachbewusstsein zurück. Die Eindrücke, Empfindungen und Erlebnisse während der Sitzung werden besprochen. Auch hier können alle eventuell entstandenen Fragen geklärt werden.

 

Was passiert während der Hypnose?

Körperlich gehst du zunächst in eine sehr angenehme Entspannung, danach folgt die geistige Entspannung, die dann in eine Trance übergeht. Diese wird zu Beginn meist als neutral empfunden. Ein präzises Gespür für das Einsetzen und die Tiefe der Trance entwickelt sich mit der Zeit. Du konzentrierst dich auf die Worte des Hypnotiseurs und deine innere Wahrnehmung. Die Trancetiefe variiert im Laufe der Sitzung. Viele werden sich der Hypnose und der Trancetiefe erst bewusst, wenn sie feststellen, wie die Suggestionen wirken. Manchmal wird einem auch erst bewusst, wie tief man tatsächlich in der Trance war, wenn sie wieder aufgelöst wird. Innerlich bleibst du hellwach und der Hypnotiseur wird darauf achten, dass du dich während der Hypnose zu jeder Zeit sehr wohl und sicher fühlst.

 

Was kann ich selbst für den Erfolg einer Sitzung tun?

Für eine erfolgreiche Sitzung ist es sehr hilfreich, wenn du dir im Vorfeld Gedanken gemacht hast, wie genau das zu erreichende Ziel für dich aussehen sollte und auch welche Schritte und gegebenenfalls Zwischenziele dafür notwendig sind. Am besten formulierst du in deinen eigenen Worten deine persönlichen Vorstellungen und Ziele so präzise und positiv wie möglich. Es ist hilfreich, diese aufzuschreiben und zum Termin mitzunehmen. Mache dir auch Notizen über noch offene Fragen.

Bei Hypnosecoaching und Hypnosetherapie sind es meiner Meinung nach drei grundlegende Faktoren, die zur Zielerreichung beitragen:

Die Einstellung des Klienten, die Methode und die Auswahl des Hypnotiseurs.

Einstellung des Klienten

Hypnose ist ein Prozess, der deine aktive Mitarbeit verlangt. Eine hohe Motivation, und die Bereitschaft, Veränderungen anzugehen, sowie Eigenverantwortung zu übernehmen, sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Bei einer passiven Grundeinstellung rate ich von einer Hypnosebehandlung ab. Häufig kann man mit der Hypnose sehr schnell tolle Erfolge erzielen. Für manche Themen, die seit vielen Jahren bestehen, schwerwiegend sind, oder mit anderen Problemstellungen einhergehen, ist es wichtig, sich mehr Zeit lassen. Um wirklich tiefgreifende, andauernde Veränderungen zu bewirken und das Problem an der Wurzel zu packen, sind dann oft 3-7 Sitzungen notwendig. Im Vergleich zu anderen anerkannten Verfahren ist das ein sehr geringer Aufwand. Psychoanalytische Langzeittherapien sind auf Jahre angelegt, psychotherapeutische Behandlungen je nach Schwere und Methode auf durchschnittlich 20 – 100 Stunden. Coaching kann einmalig erfolgen, oder selbstverständlich ein Leben lang immer wieder in Anspruch genommen werden. Im Bereich Coaching gibt es verschiedene Optionen. Ich persönlich finde ein Intensivcoaching über 3-6 Monate, verbunden mit einem regelmäßigen Feedbackcheck, um sich selbst gegenüber verbindlich zu bleiben, am Sinnvollsten. Das ist aber natürlich sehr individuell und fallabhängig. Im Hochleistungssport wird Coaching und auch Hypnose oft regelmäßig und dauerhaft erfolgreich eingesetzt.

Höre jetzt schon einmal in dich hinein und prüfe, inwieweit du bereit bist, dir mehrere Sitzungen Zeit zu geben und aktiv an der Hypnose mitzuwirken.

Methode

Um eine dauerhafte Integration von Veränderungen unter Hypnose zu bewirken, ist es wichtig, offen für die Methode zu sein.

Es gibt zahlreiche wissenschaftlich anerkannte Studien, die zeigen, für welche Themen sich Hypnose bisher besonders bewährt hat. Eine Liste über diese Themenbereiche findest du im Anschluss. Es gibt jedoch auch im Bereich der Hypnose viele verschiedene Techniken. Die Forschung ist noch nicht soweit, dass man mit Sicherheit sagen könnte, welche Art der Hypnose für welche Themen und welchen Persönlichkeitstyp die beste ist. Hier kann ein erfahrener Hypnotiseur weiterhelfen, der sich flexibel an deine Erfordernisse anpassen kann und verschiedene Techniken anbietet. Ein ausführliches Vorgespräch, eine umfassende Aufklärung und Anamnese sind auch aus diesem Grund so wichtig.

Auswahl des Hypnotiseurs

Nur wenn du wirklich bereit bist, dich auf die Methode einzulassen und mit dem Hypnotiseur als Team gut zusammenarbeitest, wirst du die entsprechenden Erfolge erzielen. Die Auswahl des für dich persönlich richtigen Hypnotiseurs ist entscheidend, denn gerade bei Coaching und Therapie ist die Beziehung zwischen zwei Menschen von großer Bedeutung. Achte darauf, dass er/sie eine anerkannte Ausbildung hat und Erfahrung in dem Bereich besitzt, der für dich relevant ist. Höre auch auf dein Bauchgefühl, ob es zwischenmenschlich für dich passt.

Du kannst dir folgende Fragen stellen:

Ist mir die Stimme des Hypnotiseurs sympathisch?

Nimmt er/sie sich Zeit für mich und beantwortet alle meine Fragen ausführlich?

Fühle ich mich wohl, angenommen und gut beraten?

Wie reagiert er/sie auf kritische Fragen, Ängste oder auf eventuelles Unwohlsein?

Wie lange dauert das Coaching/die Therapie voraussichtlich?

Welche Ausbildung hat er/sie und wo liegen seine/ihre Schwerpunkte?

Hat er/sie mit meinen Themen Erfahrung?

Wurde ich ausführlich über die Sitzung und das weitere Vorgehen aufgeklärt?

Ist der Hypnotiseur seriös?

Zum Thema Seriosität möchte ich an dieser Stelle differenzierter eingehen, da es im Bereich der Hypnose, wie in jedem anderen Bereich, natürlich auch leider immer wieder schwarze Schafe gibt. Der Begriff „Hypnotiseur“ ist nicht geschützt. Es kann sich also jeder so nennen. Um sich daher im Dschungel der Angebote zurecht zu finden, hier meine Hauptkriterien für Seriosität:

  • Fundierte Ausbildung
  • Umfassende Aufklärung und Erklärung über Hypnose
  • Keine unlauteren Heilversprechen
  • Handelt in meinem Interesse

Versucht der Hypnotiseur seine Klienten von ihm abhängig zu machen, sie also dauerhaft als Klienten an sich zu binden, oder setzt er im besten Interesse des Klienten alles daran, dessen Ziele möglichst schnell zu erreichen. Bildlich gesprochen: Bietet er mir immer wieder neue Fische zum Kauf an oder zeigt er mir, wie ich selber fischen kann?

Wie bereits erklärt, können im Bereich der Hypnose Veränderungen überraschend schnell erfolgen. Manche Themen, zum Beispiel eine Raucherentwöhnung, kann bereits nach einer Sitzung bereits erfolgreich abgeschlossen sein. Bei anderen Themen kann es bisweilen mehr Zeit in Anspruch nehmen. Sind allerdings nach 5-10 Sitzungen keinerlei Erleichterung und keine Veränderung erkennbar, würde ich mir zumindest die Frage stellen, ob dies wirklich der richtige Hypnosecoach/ Hypnosetherapeut für mich ist.

Anwendungsbeispiele für Hypnose:

Anwendungsbeispiele für Hypnose von A-Z:

Die nachfolgenden Anwendungsbeispiele stellen lediglich einen Auszug der möglichen Anwendungen dar. Bei manchen dieser Anwendungen sollte die Hypnose selbstverständlich nur in Verbindung mit oder nach medizinischer oder psychologischer Betreuung und Absprache erfolgen. Dies gilt auch, wenn es hier nicht explizit bei jedem Punkt erwähnt wird.

  • Abhängigkeiten / Süchte
  • ADS / ADHS
  • Agoraphobie
  • Aktivierung von Selbstheilungskräften
  • Allergien
  • Asthma
  • Ängste (Angst vor Tieren z.B. Spinnen, Höhenangst, Flugangst, Ansteckungsangst, Zahnarztangst, Zukunftsängste, Redeangst, Prüfungsangst, Angst vor dem Versagen, Angst vor anderen Menschen, Lampenfieber…)
  • Burnout-Syndrom
  • Depression / negative Emotionen
  • Einnässen
  • Essstörung und Bulimie
  • Gedächtnistraining
  • Gewichtsreduktion / Abnehmen mit Hypnose
  • Haare (z.B. stressbedingter Haarausfall)
  • Juckreiz
  • Kinderwunsch
  • Konzentrationssteigerung
  • Kopfschmerzen
  • Krebstherapie (unterstützende Begleitung zur medizinischen Behandlung)
  • Lernschwäche
  • Magen (Magenbeschwerden, Sodbrennen, Luftschlucken, Gastritis…)
  • Migräne
  • Müdigkeit
  • Nervosität
  • Neurodermitis
  • Nägelkauen
  • Partnerschaft
  • Partner finden
  • Panikattacken
  • Phobien (Zoophobie/Angst vor Tieren, Klaustrophobie/Platzangst, Akrophobie/Höhenangst)
  • Psychosomatische Krankheitsbilder
  • Raucherentwöhnung
  • Reizdarm
  • Rückführungen
  • Schlafstörungen
  • Schmerztherapie
  • Schmerzabschaltung (Anästhesie, Betäubung)
  • Schüchternheit
  • Selbstvertrauen
  • Sexualstörungen
  • Sporthypnose
  • Stottern
  • Stressmanagement
  • Tinnitus
  • Trauerhilfe
  • Unruhe
  • Übelkeit
  • Verspannungen
  • Wellnessanwendungen
  • Wundheilungsstörungen
  • Yoga
  • Zystenbehandlung (unterstützende Begleitung zur medizinischen Behandlung)
  • Zahnprobleme (z.B. Zähneknirschen)
  • Zwangsstörungen